16. Oktober 2026

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Darum bekommen Sie mit der DEAN bald eine zweite Kontonummer

 

Die IBAN kennen Sie, aber was ist die DEAN? Denn bald haben auch Sie eine DEAN. Das sollten Sie dazu wissen.

 

Die IBAN bekommt eine Schwester namens DEAN. Auch Sie werden neben einer IBAN vermutlich bald eine DEAN haben.
Ohne den digitalen Euro geht nichts

Voraussetzung ist der “Digitale Euro” (Digitaler Euro: Alle Infos zum Bargeld-Ersatz, Vor- und Nachteilen und Ausblick), der das neue digitale Zentralbankgeld des Euroraums werden soll. Das Bezahlen mit dem digitalen Euro läuft komplett über das Handy. Die Europäische Zentralbank beschreibt hierbei den Zweck der DEAN folgendermaßen:

Ein Zahler überweist online Geld an einen Zahlungsempfänger (beide sind private Endnutzer) und leitet die Transaktion ein, indem er die eindeutige Kennung des Zahlungsempfängers in die Zahlungsanwendung eingibt. Die Transaktion findet in der Regel aus der Ferne statt und kann abgewickelt werden, ohne dass sich Zahler und Zahlungsempfänger physisch in unmittelbarer Nähe befinden. Die Transaktion wird abgeschlossen, sobald das Gerät des Zahlers mit dem Internet verbunden ist.

Sie werden mit dem digitalen Euro aber auch ohne DEAN bezahlen können. Und zwar in solchen Fällen, in denen Sie die Überweisung offline nur via NFC vornehmen. Die Europäische Zentralbank erklärt das am Beispiel des Bezahlens zwischen Privatpersonen:

Ein Zahler überweist Geld an einen Zahlungsempfänger (beide sind private Endnutzer) und leitet die Transaktion ein, indem er den Betrag in der Zahlungs-App auf seinem Gerät eingibt, ohne dass eines der beiden Geräte mit dem Internet verbunden sein muss. Die Transaktion wird im Nahbereich über NFC abgeschlossen, indem die beiden Geräte aneinander gehalten werden. Da die Transaktion sofort zwischen den beteiligten Geräten abgewickelt wird und keine Internetverbindung erfordert, wird sie als Offline-Zahlung klassifiziert.

Daneben ist natürlich auch das Bezahlen mit dem digitalen Euro zwischen Privatanwendern und Unternehmenskunden möglich. Das geht sowohl via DEAN als auch über NFC.
So sieht die DEAN aus

Die Digital Euro Account Number (“digitale Euro-Kontonummer”, DEAN) wird für alle Online-Bezahlvorgänge die Kontonummer für den digitalen Euro. Sie übernimmt beim digitalen Euro mehr oder weniger die Aufgabe, die die IBAN zur Identifizierung der Girokonten von Zahler und Empfänger einnimmt. Somit gilt: Wer einmal mit dem digitalen Euro zahlen wird, besitzt auch eine DEAN. Im Laufe der Zeit wird die Zahl der DEAN-Besitzer also immer mehr wachsen.

Die DEAN soll aus 18 alphanumerischen Zeichen bestehen. Darunter das unveränderbare Präfix „EU“ (anders als bei der IBAN gibt es also kein Länderkürzel “DE”), zwei Prüfziffern (diese sollen Fehler verhindern), eine Indikatorziffer (gibt an, ob es sich um ein Privatkonto – Ziffer “0” – oder um ein Firmenkonto – “1” – ‚handelt) und eine 13-stellige Seriennummer (die das Konto eindeutig identifiziert).

Privatkunden haben nur eine DEAN, Unternehmenskunden können dagegen mehrere DEANs haben. Wichtiger Unterschied zur DEAN: Zu ihr lassen sich Aliase erstellen, damit Sie sich nicht die komplizierte DEAN merken müssen. Das kann dann beispielsweise die Handynummer sein.

Die Erstellung erfolgt zentral über die Digital Euro Service Platform. Falls übrigens eine physische Zahlkarte ausgegeben wird, muss darauf die DEAN stehen.

Für alle Bezahlvorgänge über Ihr Girokonto bleibt die IBAN zuständig. Die DEAN ersetzt also die IBAN nicht, sondern ergänzt sie.

 

 

Darum bekommen Sie mit der DEAN bald eine zweite Kontonummer