16. September 2026

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Warum Schottische Steinhütten 2.000 Atlantikwinter Überstanden, Moderne Häuser nur 50 Jahre

 

Am Morgen des neunundzwanzigsten August 1930 gab eine Insel auf. Sechsunddreißig Menschen gingen hinunter zum Anleger in der Village Bay auf Hirta, der Hauptinsel von St Kilda, gut sechzig Kilometer draußen im offenen Atlantik. In jedem Haus ließen sie ein kleines Häufchen Hafer und eine aufgeschlagene Bibel zurück. Dann segelten die letzten Bewohner von St Kilda fort, weg von einem Ort, den ihre Leute viertausend Jahre lang gehalten hatten. Die Häuser, die sie verließen, sind heute dachlose Ruinen. Aber schau an den Häusern vorbei. Über dieselben Hänge verstreut stehen mehr als tausend kleine Steinhütten, viele davon Jahrhunderte älter. Erstaunlich viele sind innen noch trocken. Kein Mörtel, kein Zement, Wände, durch die man das Tageslicht sieht. Die dichten, modernen Häuser waren nach einem Menschenleben am Ende. Die Hütten voller Löcher nicht.

Heute nehmen wir diese Hütten auseinander. Wofür sie da waren, wie eine Wand mit Löchern den Atlantik schlägt und warum sich die Insel, die sie ernährt haben, trotzdem geleert hat.