Als die Elbe im Jahr 2018 einen historischen Tiefstand erreichte, tauchten bei Děčín plötzlich Steine aus dem Flussbett auf, die normalerweise jahrzehntelang unter Wasser verborgen liegen. In einen von ihnen hatten Menschen vor über 600 Jahren eine erschreckende Warnung gemeißelt:
„Wenn du mich siehst, dann weine.“
Diese sogenannten Hungersteine sind außergewöhnliche Archive der europäischen Geschichte. Immer wenn extreme Dürreperioden die Flüsse austrockneten, verewigten Menschen Jahreszahlen, Namen und Warnungen direkt im Stein. Die ältesten bekannten Inschriften reichen bis ins Jahr 1417 zurück.
Doch was erzählen diese Steine wirklich über die großen Dürren Europas? Warum tauchten sie immer wieder auf? Und weshalb dokumentierten Menschen ihre schlimmsten Jahre für Generationen, die sie niemals kennenlernen würden?
In diesem Video untersuchen wir die geheimnisvollen Hungersteine der Elbe, historische Extremdürreperioden, das Jahr ohne Sommer nach dem Ausbruch des Tambora und die erstaunliche Art, wie Menschen über Jahrhunderte hinweg Nachrichten an die Zukunft hinterließen.
Eine Warnung aus Stein, die erst sichtbar wird, wenn es bereits zu spät sein könnte.
