16. Oktober 2026

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PFAS: Wie dieses Gift aus der Fabrik in unseren Körper gelangt

 

Das Umweltbundesamt fand PFAS im Blut aller rund 1.100 untersuchten Kinder und Jugendlichen (3–17 Jahre, Studie 2014–2017) – und die meisten glauben trotzdem, sie seien sicher, weil auf der Pfanne „PFOA-frei“ steht. Wir folgen dem Stoff vom Chemiepark Gendorf in Bayern (Flussspat, Flusssäure, 900 Grad, der Kessel voller Gas) über vier Wege in den Körper: durch das Abwasser ins Grundwasser von Altötting, über Papierschlamm im Kompost auf 1.105 Hektar Acker bei Rastatt, über Löschschaum und Regen – und über Fisch, Eier und Verpackungen auf den Teller. Dazu die Geschichte von 1938 bis zum 10,3-Milliarden-Vergleich von 3M, was die Stoffe im Körper anrichten, warum „PFOA-frei“ nicht „PFAS-frei“ heißt, was ein Kratzer in der Pfanne freisetzt – und am Ende die eine Regel für deinen Alltag.

Kapitel
0:00 Der Stoff in deinem Blut
1:03 Die Fabrik in Bayern
3:00 Weg 1: Ins Grundwasser
4:22 Weg 2: Über den Kompost
5:40 Weg 3: Löschschaum und Regen
6:43 Weg 4: Über das Essen
8:00 Was es im Körper macht
9:25 Wie alles begann
11:00 10.000 Stoffe, 100 Milliarden
12:04 PFOA-frei ist nicht PFAS-frei
13:27 Was jetzt gilt

Quellen (alle Zahlen im Film)
– Umweltbundesamt, Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit GerES V (2014–2017): PFAS im Blut aller untersuchten Kinder und Jugendlichen, jeder Fünfte über der HBM-I-Bewertungsgrenze – umweltbundesamt.de
– Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL): Human-Biomonitoring PFOA Altötting, Zwischenberichte – lgl.bayern.de
– Landratsamt Rastatt / Stadt Baden-Baden: PFAS-Belastung Mittelbaden (Papierschlamm im Kompost, ca. 1.105 ha) – landkreis-rastatt.de; Hintergrund: pfas-dilemma.info
– Forever Pollution Project (Le Monde u. a.): Kartierung der PFAS-Belastung in Europa – foreverpollution.eu
– euronews / De Standaard: 3M Zwijndrecht (Antwerpen), Vergleich und Sanierung – euronews.com
– IHK München und Oberbayern, process.vogel.de: Chemiepark Gendorf, Dyneon/3M, Produktion und Schließung – ihk-muenchen.de, process.vogel.de
– EFSA, Scientific Opinion „Risk to human health related to the presence of PFAS in food“ (2020): tolerierbare wöchentliche Aufnahme 4,4 ng/kg – efsa.europa.eu
– IARC/WHO Monographie 135 (2023): PFOA „krebserzeugend für den Menschen“ (Gruppe 1), PFOS „möglicherweise krebserzeugend“ (2B) – iarc.who.int
– C8 Science Panel (2005–2013): Studien zu 70.000 Anwohnern im Ohio-Tal, „probable link“-Befunde – c8sciencepanel.org
– Flinders University / University of Newcastle (2022): Freisetzung von Mikro- und Nanoplastik aus zerkratzten Antihaft-Pfannen (Science of the Total Environment) – flinders.edu.au
– Trinkwasserverordnung 2023, Grenzwerte ab 12.01.2026 (Summe PFAS-20: 0,10 µg/l) und ab 12.01.2028 (PFAS-4: 0,02 µg/l) – gesetze-im-internet.de
– Verordnung (EU) 2024/2462: PFHxA-Verbot in Textilien, Leder, Kosmetik und Lebensmittelkontaktmaterial (ab 10.10.2026), Übungs-Löschschaum (ab 10.04.2026) – eur-lex.europa.eu
– ECHA/REACH: PFAS-Beschränkungsvorschlag (10.000+ Stoffe), PFOA-Verbot (EU) 2017/1000 bzw. 2020/784 – echa.europa.eu
– 3M: Vergleich mit US-Wasserversorgern 2023 (bis 10,3 Mrd. US-Dollar), Ausstieg aus der PFAS-Produktion bis Ende 2025 – news.3m.com
– Quarks (WDR), ptaheute.de, Wikipedia (PFAS) als Überblick