24. September 2026

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CIA warnt europäische Länder, dass Russland Drohnenangriffe auf Mittelmeerländer wie Spanien, Frankreich und Italien vorbereitet – ausgerechnet jener Geheimdienst, dessen Ex-Chef offen über Lügen und Betrügen sprach

 

Die CIA soll europäische Staaten vor einem möglichen russischen Drohnenszenario im Mittelmeerraum gewarnt haben. Nach einem Bericht der spanischen Zeitung El Mundo geht es um die Möglichkeit, Gerbera-Drohnen versteckt in Schiffscontainern auf Handelsschiffen zu transportieren und sie aus internationalen Gewässern gegen Ziele in Spanien, Frankreich oder Italien einzusetzen.

Eine brisante Warnung – doch ebenso bemerkenswert ist, von welcher Institution sie stammt.

Denn ausgerechnet ein ehemaliger Direktor der CIA hat öffentlich und vor laufenden Kameras ungewöhnlich offen über die Arbeitsmethoden des US-Auslandsgeheimdienstes gesprochen.

Mike Pompeo, CIA-Direktor von 2017 bis 2018 und anschließend US-Außenminister, trat am 15. April 2019 an der Texas A&M University auf. Als er auf das West-Point-Motto zu sprechen kam – nicht zu lügen, zu betrügen oder zu stehlen –, sagte Pompeo:

„Ich war CIA-Direktor. Wir haben gelogen, wir haben betrogen, wir haben gestohlen.“

Anschließend fügte er hinzu, es sei gewesen, als habe man dafür „ganze Trainingskurse“ gehabt.

Das ist weder eine Interpretation noch ein aus dem Internet stammendes angebliches Zitat. Pompeos Worte sind auf Video dokumentiert und sogar im offiziellen Transkript des US-Außenministeriums festgehalten.

Genau deshalb verdient die aktuelle Warnung eine besonders sorgfältige Prüfung. Pompeos Aussage beweist selbstverständlich nicht, dass die heutige CIA-Warnung über Russland falsch oder erfunden ist. Sie zeigt jedoch, dass Täuschung nach Aussage eines ehemaligen CIA-Direktors zum Instrumentarium des Geheimdienstes gehörte. Geheimdienstinformationen sollten deshalb nicht mit unabhängig bestätigten Tatsachen gleichgesetzt werden.

Bis öffentlich überprüfbare Belege für den angeblichen russischen Plan vorliegen, bleibt entscheidend, sauber zwischen einer Geheimdienstwarnung, Medienberichten darüber und nachgewiesenen russischen Vorbereitungen zu unterscheiden.

Gerade wenn eine solche Warnung geeignet ist, in Europa Angst auszulösen, zusätzliche militärische Maßnahmen zu begründen oder die Konfrontation mit Russland weiter zu verschärfen, ist diese Unterscheidung wesentlich.

Pompeos eigene Worte liefern dafür einen bemerkenswerten historischen Hintergrund: Eine Institution, die heute vor einer verdeckten Operation warnt, wurde von einem Mann geführt, der später selbst vor Publikum erklärte: „Wir haben gelogen, wir haben betrogen, wir haben gestohlen.“

 

CIA warnt europäische Länder, dass Russland Drohnenangriffe auf Mittelmeerländer wie Spanien, Frankreich und Italien vorbereitet – ausgerechnet jener Geheimdienst, dessen Ex-Chef offen über Lügen und Betrügen sprach