25. September 2026

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Der KI-Warner, der weltweit viral geht, wird von einer prominenten PR-Agentur unterstützt – die auch Gates Foundation und Soros’ Open Society berät

 

KI-Panik mit PR-Hilfe: Wer steckt hinter dem neuen „Doomer“-Star?

EXKLUSIV: Jacob Coxon arbeitete mit der PR-Agentur „Doomer“ zusammen – so überschreibt Pirate Wires seine neue Enthüllung. Der ehemalige Anthropic-Mitarbeiter Jacob Coxon sorgte mit seiner Warnung, KI könne die Menschheit auslöschen, für enorme Aufmerksamkeit. Sein Beitrag erreichte laut dem Magazin fast 174 Millionen Aufrufe. Nun stellt sich heraus: Sein kometenhafter Aufstieg zum prominentesten KI-Warner war offenbar weniger spontan, als es zunächst aussah.

Nach Recherchen von Pirate Wires arbeitete Coxon mit der Kommunikationsagentur DEY. Ideas + Influence zusammen, die für ihn Medieninterviews organisiert haben soll. Besonders brisant: Auf die Frage von Fox News, ob Dritte an seinem öffentlichen Auftreten beteiligt gewesen seien, antwortete Coxon: „Not at all.“

Und DEY ist keine gewöhnliche PR-Agentur. Zu ihren Kunden beziehungsweise Beratungspartnern gehören laut Pirate Wires der prominente KI-Untergangswarner Eliezer Yudkowsky, die ehemalige Google-Forscherin Timnit Gebru, das KI-Sicherheitsinstitut MIRI, Stanford HAI und Stanford Medicine. Außerhalb der KI-Szene berät DEY zudem die Bill & Melinda Gates Foundation, Ford Foundation und Open Society Foundations. Die Agentur selbst beschreibt ihre Arbeit laut Pirate Wires als langfristige „Gestaltung des öffentlichen Verständnisses“.

Genau deshalb ist die Geschichte politisch interessant. Die Angst vor einer außer Kontrolle geratenen KI erhöht den Druck auf Regierungen, strengere Sicherheits- und Kontrollvorschriften einzuführen. Davon können ausgerechnet große, finanzstarke KI-Konzerne profitieren: Sie können teure Prüfungen, Compliance und regulatorische Anforderungen leichter stemmen als kleine Konkurrenten und Start-ups. Selbst Pirate Wires warnt in einem weiteren Bericht davor, dass eine wachsende KI-Sicherheits- und Prüfbranche etablierte Unternehmen begünstigen und neue Markteintrittsbarrieren schaffen könnte.

Das beweist nicht, dass Coxons Warnungen falsch sind – und ebenso wenig, dass Gates, Ford oder Open Society hinter seiner Kampagne stehen. Dafür liefert Pirate Wires keinen Beleg. Doch die Enthüllung wirft eine berechtigte Frage auf: Wenn Angst vor KI politischen Druck für immer strengere Regeln erzeugt, sollte die Öffentlichkeit wissen, wer diese Angst professionell verstärkt – und wer von den daraus entstehenden Regeln profitiert.