16. September 2026

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Die Ukraine ist ein militärischer Polizeistaat

 

Ab Gietelink

Diktator Selenskyj zieht sein Volk und Europa mit in den Abgrund

Millionen ukrainische Männer im wehrpflichtigen Alter zwischen 25 und 60 Jahren sind desertiert, untergetaucht oder geflohen. Sie haben kein Interesse an einer Fortsetzung des Krieges mit Russland. Gleichzeitig müssen sie täglich Razzien von Rekrutierungsteams fürchten. Im Internet finden sich zahllose Videos von Männern, die in Kleinbussen an die Front abtransportiert werden. Die Ukraine ist – mit Unterstützung der Niederlande – zu einem militärischen Polizeistaat geworden.

In den großen ukrainischen Städten finden täglich Razzien statt. Die militärischen Rekrutierungsteams (Territorial Center for Recruitment and Social Support, TCC – Red.) führen an bekannten Ausgehorten und in Einkaufszentren Kontrollen und Festnahmen durch, die regelmäßig gewaltsam verlaufen. Öffentliche Verkehrsmittel sind für ukrainische Männer ein Ort, an dem sie aufgegriffen werden können, und daher eine No-go-Zone. Im Internet finden sich zahllose Videos von Konfrontationen zwischen Rekrutierungsteams und wehrpflichtigen Männern, die in Kleinbussen abtransportiert werden. Im Volksmund wird dies bereits „Bussifizierung“ genannt.

Die Zahlen, die von der ukrainischen Regierung selbst zur Verfügung gestellt werden, sind dramatisch. The Kyiv Independent berichtet, dass 6,3 Millionen ukrainische Männer nicht erfasst werden, weil sie bei der vorgeschriebenen Aktualisierung ihrer zivilen Registrierungsdaten in der Reserve+-App nicht mitwirken.

Die Ukraine hat offiziell etwa 42,5 Millionen Einwohner. Darin ist die Krim enthalten, die sich seit 2014 in russischer Hand befindet. Auch Bürger, die in den vier annektierten russisch-ukrainischen Oblasten registriert sind – seit dem 1. Oktober 2022 –, sind faktisch bereits russisch, stehen formell jedoch weiterhin im ukrainischen Melderegister. Von den mehr als vierzig Millionen registrierten Ukrainern ist die Hälfte weiblich. Ein Viertel der Männer ist älter als 60 oder jünger als 25 und somit nicht wehrpflichtig. Eine einfache Rechnung zeigt also, dass etwa ein Viertel der Bevölkerung, also 10 von 40 Millionen Menschen, in der Armee dienen muss. Nach Angaben der ukrainischen Regierung versuchen mindestens sechs Millionen von ihnen, sich dem Fronteinsatz zu entziehen. Mit anderen Worten: 60 Prozent der wehrpflichtigen Männer sind gegen eine Fortsetzung des Krieges – und wahrscheinlich liegt dieser Prozentsatz noch höher, weil die Daten nicht aktuell sind: Viele Männer weigern sich, die Registrierungs-App zu aktualisieren. Es ist realistisch anzunehmen, dass diese administrativ „unsichtbaren“ – sprich untergetauchten – Männer von ihren Frauen, Eltern und Kindern unterstützt werden. Daraus kann nur geschlossen werden, dass der Krieg in der Bevölkerung nur sehr begrenzte Unterstützung genießt.

Die Ukraine ist wirtschaftlich gesehen faktisch bereits bankrott. Waffen und Gehälter von Soldaten und Beamten werden von den europäischen Ländern bezahlt. Selenskyj kann selbst nach Angaben des staatsnahen Kyiv International Institute of Sociology (KIIS) Neuwahlen nur gewinnen, wenn es zu einem Friedensabkommen kommt.

Nach Angaben des ehemaligen ukrainischen Verteidigungsministers Fedorov, der kürzlich entlassen wurde, haben sich bereits zwei der sechs Millionen „unsichtbaren“ Männer nach einer Einberufung aktiv geweigert, sich zu melden. Von ihnen sind laut Angaben der Financial Times 800.000 aktiv untergetaucht. Nach Angaben der Behörden sind darüber hinaus 200.000 ukrainische Männer von der Front desertiert. Ein Teil dieser Deserteure und Verweigerer ist zu Hause untergetaucht, während die Frauen der Familie in der Öffentlichkeit die Lebensmittel für den Haushalt besorgen.

Viele Hunderttausende „widerwillige“ Arbeitnehmer lassen sich für ihre Arbeit schwarz und in bar bezahlen, um Lohnpfändungen und Kontosperren durch die Regierung zu vermeiden. Eurostat berichtet, dass sich mehr als 6 Millionen Flüchtlinge in Europa aufhalten, von denen ein Viertel, also 1,5 Millionen, Männer im wehrpflichtigen Alter sind. Offiziell befinden sich 1,2 Millionen ukrainische Flüchtlinge in der Russischen Föderation, doch etwa 5 Millionen Menschen mit einem ukrainischen Pass leben in Russland, darunter zu einem Viertel Männer im wehrpflichtigen Alter.

Viele ukrainische Männer versuchen, oftmals mit Hilfe ihrer Familien, Tod und Verderben zu entkommen, indem sie einen Rekrutierungsbeamten bestechen, um eine Befreiung zu erhalten. Die Kosten für ein gefälschtes Dokument sollen umgerechnet etwa 15.000 Dollar betragen, was im Durchschnitt zwei Jahreseinkommen eines Ukrainers entspricht. Seit der allgemeinen Mobilmachung, die Ende Februar 2022 in Kraft trat, sind nach Angaben der Behörden etwa 50.000 ukrainische Männer an den Grenzen festgenommen worden. Ein Drittel davon machte sich des Dokumentenbetrugs und/oder der Bestechung schuldig. Darauf steht in der Ukraine eine Gefängnisstrafe. Ein Teil dieser festgenommenen Männer wurde an die Front deportiert.

Diese Themen und Zahlen werden in den westlichen Mainstreammedien kaum behandelt, sind jedoch nicht völlig tabu. Verschiedene Medien, darunter die BBC und Al Jazeera, haben darüber Reportagen und Sendungen produziert und dabei auch diese Zahlen genannt. Die Schlussfolgerung ist allerdings häufig bemerkenswert: Die Ukraine habe ein „Personalproblem“ an der Front. Diese Zusammenfassung verkennt das eigentliche Problem: Die Ukraine ist zu einem militärischen Polizeistaat geworden.

Dieser Staat steht – mit Europäischer Unterstützung – noch immer unter der Führung von Präsident Selenskyj, der 2019 gewählt wurde. Sein Mandat lief im Frühjahr 2024 aus. Er weiß, dass er für den Krieg längst nicht mehr die Unterstützung der großen Mehrheit der Bevölkerung hat. Unter Berufung auf den „Ausnahmezustand“ auf unbestimmte Zeit, inzwischen seit mehr als zwei Jahren, wurden Neuwahlen jedoch auf Eis gelegt. Ein Ausnahmezustand ist, wie inzwischen jeder weiß, die Methode eines jeden Diktators, sein Regime staatsrechtlich zu legitimieren. Bei Selenskyjs bekanntem Besuch im Frühjahr 2025 im Oval Office in Washington versuchten Präsident Trump und Vizepräsident Vance, ihn – bislang vergeblich – dazu zu bewegen, ein Abkommen mit den Russen zu schließen. Dabei wurde schmerzlich deutlich, dass das ukrainische und europäische Kriegslager seinen wichtigsten Verbündeten, die USA, verloren hat. „Du bist ein Diktator ohne Unterstützung“, sagte Trump sogar. Eine Aussage, die nicht aus dem Nichts kommt. Seit dem Maidan-Putsch von 2014 ist die CIA Teil der Machtstrukturen in der Ukraine. Die amerikanischen Behörden wissen sehr genau, dass Selenskyj beim ukrainischen Volk keine Unterstützung mehr genießt. Vermutlich wissen dies auch viele politische Führer und ihre Medien in europäischen Ländern, schweigen jedoch darüber.

Unterdessen wird Selenskyj von europäischen Staats- und Regierungschefs noch immer buchstäblich und im übertragenen Sinne umarmt. Es sind schmerzlich mafiöse Bilder: die europäischen Paten, die ihm zuflüstern, seinen Krieg fortzusetzen, finanziert mit Dutzenden Milliarden Euro an Steuergeldern und mit hochentwickelten Waffen, die von der EU ermöglicht werden. Die Fortsetzung dieses Krieges liegt ausschließlich im Interesse des Selenskyj-Regimes, des Militär- und Beamtenapparats, ihrer europäischen Partner und Finanziers sowie des westlichen militärisch-industriellen Komplexes. Während diese EU-Führer den ukrainischen Präsidenten zum Kriegshelden gemacht haben, hat er die Ukraine zu einem militärischen Polizeistaat gemacht. Diktator Selenskyj zieht unterdessen sein Volk und in dessen Sog ganz Europa mit sich in den Abgrund.