18. Oktober 2026

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Gefälschte Daten: Corona-Impfstudie fliegt nach vier Jahren auf!

 

„Trust the Science!“ – diesen Spruch mussten sich Kritiker der Corona-Politik jahrelang anhören. Nun musste das renommierte Fachjournal Science Translational Medicine eine Impfstoffstudie zurückziehen, weil der verantwortliche Forscher Daten gefälscht und Bilder manipuliert hatte. Vier Jahre lang kursierte die Arbeit in der wissenschaftlichen Fachwelt und wurde 83-mal zitiert. Für den Wissenschaftler ist es bereits der zweite aufgeflogene Forschungsbetrug innerhalb eines Jahres – eine gewaltige Blamage für die wissenschaftliche Qualitätskontrolle.

Im Sommer 2022 suchten Forscher weltweit nach Möglichkeiten, die Corona-Impfstoffe gegen immer neue Virusvarianten weiterzuentwickeln. Am 27. Juli erschien im angesehenen Fachjournal Science Translational Medicine eine Studie, die dafür einen vielversprechenden Ansatz liefern sollte. Ein internationales Forscherteam berichtete über Versuche an Mäusen, bei denen eine gezielte Immunisierung gegen einen bestimmten Teil des Spike-Proteins breit wirksame Antikörper hervorgebracht haben soll. Erstautor der Veröffentlichung war Kevin W. Ng, damals Doktorand am Londoner Francis Crick Institute. Die Fachwelt bekam eine neue Impfstoffstudie präsentiert, wissenschaftlich begutachtet und veröffentlicht unter dem Gütesiegel eines renommierten Journals.

Die gefälschten Forschungsergebnisse wurden dutzendfach zitiert

Nur waren Teile der Forschungsergebnisse gefälscht. Eine Untersuchung des Francis Crick Institute brachte ans Licht, dass Ng Versuchsdaten erfunden und Bilder manipuliert hatte. Betroffen waren unter anderem die Abbildungen 2B und 2C sowie eine ergänzende Abbildung. Der Forscher räumte seine Manipulationen ein. Am 14. Oktober 2026 zog Science Translational Medicine die gesamte Veröffentlichung zurück. Die manipulierten Ergebnisse hatten es trotz wissenschaftlicher Begutachtung in eines der angesehenen Fachjournale geschafft.

Die Rückzugsmitteilung enthält noch eine weitere unangenehme Nachricht. Auch an zusätzlichen Experimenten bestehen inzwischen Zweifel. Bei diesen fehlen teilweise die ursprünglichen Forschungsdaten und Proben, weshalb die Ergebnisse nachträglich nicht mehr überprüft werden können. Ausgerechnet bei einer jahrelang veröffentlichten wissenschaftlichen Studie lässt sich damit ein Teil der angegebenen Versuchsergebnisse nicht mehr kontrollieren. Für eine Forschungsarbeit, die anderen Wissenschaftlern als Grundlage für ihre eigenen Untersuchungen dienen sollte, ist das ein Armutszeugnis.

Und andere Forscher hatten sich längst auf die Veröffentlichung bezogen. Laut der wissenschaftlichen Datenbank Web of Science wurde sie 83-mal zitiert. Wie viele dieser Arbeiten tatsächlich auf den gefälschten Ergebnissen aufbauten, ist bislang ungeklärt. Das Francis Crick Institute forderte das Fachjournal erst am 8. September 2026 zur Rücknahme auf. Laut dem Wissenschaftsportal Retraction Watch handelte es sich um die erst siebte zurückgezogene Arbeit in der 17-jährigen Geschichte von Science Translational Medicine. Der gute Ruf der Zeitschrift leidet nun darunter.

Der Forscher hatte auch andere Studien manipuliert

Noch peinlicher: Kevin W. Ng war schon zuvor mit manipulierten Forschungsergebnissen aufgeflogen. Am 14. Januar 2026 zog das ebenfalls hoch angesehene Fachjournal Nature eine weitere Studie zurück, an der er als Erstautor beteiligt war. Die Arbeit aus dem April 2023 beschäftigte sich mit der Immuntherapie bei Lungenkrebs und war laut Retraction Watch bereits 192-mal zitiert worden. Eine Untersuchung des Francis Crick Institute hatte manipulierte und teilweise nicht überprüfbare Forschungsdaten festgestellt. Ng war für die beanstandeten Analysen verantwortlich. Zwei Veröffentlichungen desselben Forschers in renommierten Fachjournale mussten somit innerhalb weniger Monate zurückgezogen werden.

Eine dritte Arbeit mit Beteiligung von Ng beschäftigt inzwischen ebenfalls die Herausgeber von Nature. Am 29. September 2026 erhielt eine Veröffentlichung über Bauchspeicheldrüsenkrebs einen redaktionellen Warnhinweis. Externe Wissenschaftler hatten auffällige Daten und Hinweise auf mehrfach verwendete Zahlen entdeckt. Die Untersuchung läuft noch, ein weiterer Betrugsnachweis liegt bislang nicht vor. Allerdings stellt sich angesichts der beiden bereits zurückgezogenen Arbeiten die Frage, wie lange solche Unregelmäßigkeiten bei einem einzelnen Forscher unentdeckt bleiben konnten.

Das Francis Crick Institute betont, bei den übrigen Autoren der zurückgezogenen Corona-Studie keine Hinweise auf wissenschaftliches Fehlverhalten gefunden zu haben. Unter ihnen befindet sich auch George Kassiotis, der Ng betreute und an beiden zurückgezogenen Arbeiten beteiligt war. Damit bleibt die Frage nach den Kontrollen innerhalb der Forschungsteams und Fachjournale. Immerhin tragen mehrere Wissenschaftler ihren Namen auf einer Veröffentlichung, die anschließend anderen Forschern als vertrauenswürdige Quelle dient. Wenn manipulierte Daten gleich mehrfach durch die wissenschaftliche Begutachtung gelangen, dürfen sich die zuständigen Institutionen durchaus fragen lassen, wie zuverlässig ihre Verfahren tatsächlich sind.

Hunderte Forschungsarbeiten zu Corona stehen auf der Liste

Report24 hat bereits während der Corona-Jahre wiederholt über zweifelhafte Studiendaten und Missstände in der Impfstoffforschung berichtet. Schon im November 2021 griffen wir die Enthüllungen der Whistleblowerin Brook Jackson auf. Die ehemalige Mitarbeiterin des Auftragsforschungsunternehmens Ventavia hatte gegenüber dem British Medical Journal schwere Vorwürfe im Zusammenhang mit der Pfizer-Zulassungsstudie erhoben. Sie berichtete unter anderem über mutmaßlich gefälschte Daten, mangelhafte Kontrollen und Probleme bei der Dokumentation unerwünschter Ereignisse. Der aktuelle Fälschungsfall betrifft eine andere Forschungsarbeit, trifft aber denselben empfindlichen Punkt: die Zuverlässigkeit veröffentlichter Studiendaten und die Kontrolle durch die verantwortlichen Institutionen.

Dass Rücknahmen wissenschaftlicher Veröffentlichungen im Zusammenhang mit Corona längst kein seltenes Phänomen mehr sind, zeigt die Datenbank von Retraction Watch. Mehr als 700 Arbeiten mit Corona-Bezug stehen mittlerweile auf der Rückzugsliste. Die Gründe reichen von Fehlern über Probleme bei der Veröffentlichung bis hin zu wissenschaftlichem Fehlverhalten. Es handelt sich dabei um Forschungsarbeiten aus unterschiedlichen Bereichen. Die große Zahl zeigt dennoch, dass wissenschaftliche Veröffentlichungen auch nach ihrer Begutachtung noch erhebliche Mängel aufweisen können.

Sind die Kontrollmechanismen ausreichend?

Gerade mit Blick auf die Corona-Jahre besitzt dieser Fälschungsskandal eine politische Dimension. Damals beriefen sich Regierungen und Behörden ständig auf irgendwelche wissenschaftlichen Erkenntnisse, um Lockdowns, Maskenpflichten, Impfkampagnen und weitreichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu rechtfertigen. Die Bürger sollten den angeblichen Experten vertrauen, während Kritiker staatlicher Maßnahmen regelmäßig als Schwurbler oder Wissenschaftsfeinde abgestempelt wurden. Der Verweis auf wissenschaftliche Autoritäten ersetzte in der öffentlichen Debatte allzu oft eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Einwänden.

Dabei ist die Wissenschaft auf Kritik und Überprüfbarkeit angewiesen. Gerade bei medizinischen Eingriffen müssen die zugrunde liegenden Daten einer gründlichen Kontrolle standhalten. Wissenschaftliche Reputation allein genügt dafür nicht. Ein Fachjournal kann eine Studie noch so sorgfältig begutachten lassen – wenn Forscher Ergebnisse erfinden und niemand die Manipulationen entdeckt, verbreitet die Veröffentlichung am Ende trotzdem falsche Erkenntnisse. Und wenn die Originaldaten später fehlen, wird selbst die Aufarbeitung faktisch unmöglich.

Vier Jahre lang verbreitete ein renommiertes Fachjournal eine Corona-Impfstudie mit gefälschten Daten. 83-mal wurde sie zitiert. Der Betrug flog erst Jahre später auf. Während der Corona-Zeit erklärten Politiker und Medien den Bürgern ständig, sie sollten „der Wissenschaft“ vertrauen. Dabei konnten selbst renommierte Fachjournale gefälschte Forschungsergebnisse nicht zuverlässig aus ihren Veröffentlichungen heraushalten. Ein wissenschaftliches Gütesiegel macht aus erfundenen Daten eben noch lange keine Wahrheit.

 

Gefälschte Daten: Corona-Impfstudie fliegt nach vier Jahren auf!