25. September 2026

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Was Rheinarbeiter 1921 Bei Xanten Fanden — Warum Es Nicht Von Menschen Dieser Zeit Stammt

 

Im März 1921 fällt der Rhein auf den tiefsten Stand, den seine Pegel je verzeichnet haben. Unterhalb von Xanten liegt das Flussbett trocken, und eine Kolonne von Notstandsarbeitern der Preußischen Rheinstrombauverwaltung baut Buhnen. Beim Setzen einer Fluchtstange gibt der Sand nach: eine Reihe gefügter Blöcke, ein Meter sechzig breit, oben eben, die Fugen messerdicht, schräg über das Bett bis unter das restliche Wasser. Der Stein ist Basaltlava aus der Eifel, hundertfünfzig Kilometer stromauf. Der Buhnenmeister misst und peilt. Koblenz antwortet: Das Bauprogramm wird nicht geändert. Buhne 47 wird quer über die Linie gerammt, der Sand läuft auf, das Bett wird Acker.

Achtzehn Jahre zuvor schreibt ein Lehrer für den Xantener Heimatverein die Rede eines alten Fährmanns auf: Die alte Furt hat einen Boden. Schräg gelegt, damit das Wasser ihn nicht herausreißt. Der Fluss ging fort, der Boden blieb. Die Fährleute von Vynen stellen an diesem Bogen keine Netze.

Ein Abschlussbericht mit einer Tonnage, die nicht aufgeht, und einem Blatt, das fehlt. Ein Heft in einem Vereinsschrank. Niemand hat sie je nebeneinandergelegt. Niemand hat das Feld vermessen.

Für wen wurde dieser Boden gelegt, und wer hat entschieden, dass ihn niemand sehen soll?